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Windows 11: Welche Risiken birgt das neue Betriebssystem?

Gelesen: 6475 Kommentare: 1 Rating: 1

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Im Sommer kündigte Microsoft Windows 11 an. Die neue Version des Produkts wurde am 5. Oktober veröffentlicht. Jeder Nutzer, auf dessen Rechner die offizielle Version von Windows 10 installiert ist, kann kostenlos auf das neue Betriebssystem umsteigen – vorausgesetzt, sein Rechner erfüllt die entsprechenden Systemanforderungen. Selbstverständlich warteten nicht nur Nutzer, sondern auch Cyberkriminelle auf die Veröffentlichung. In unserer heutigen Ausgabe möchten wir Gefahren behandeln, die Windows 11 bergen kann.

#drweb

Neuerungen in Windows 11

Bei der Ankündigung der neuen Version betonten die Spezialisten von Microsoft, dass sich Windows 11 durch zwei wesentliche Verbesserungen auszeichnet – neues Design und fortschrittliches Sicherheitssystem. Mit dem Design ist alles klar. Wir möchten näher auf den Sicherheitsaspekt eingehen. Das neue Betriebssystem funktioniert nur auf Geräten, die TPM 2.0, UEFI und Secure Boot unterstützen. Betrachten wir diese Technologien.

– TPM 2.0 (Trusted Platform Module) ist ein Chip, der dem Speichern von Verschlüsselungsschlüsseln und dem Informationsschutz dient. Alle modernen Rechner enthalten dieses Modul. Falls Sie Ihren PC vor mehr als 5 Jahren gekauft haben, müssen Sie prüfen, ob das Modul vorhanden ist. Drücken Sie dazu die Windows-Logo-Taste + R und geben Sie den folgenden Befehl ein: tpm.msc.

– Das UEFI ist eine Alternative zum herkömmlichen BIOS und dient als Schnittstelle zwischen der Firmware und dem Betriebssystem.

Bei Secure Boot handelt es sich um eine Technologie, mit deren Hilfe die UEFI-konforme Firmware ausführbare externe Komponenten anhand von digitalen Signaturen verifizieren kann. Falls die digitale Signatur fehlt oder falsch ist, kann das Herunterladen der nicht vertrauenswürdigen Komponente gesperrt werden.

Microsoft implementierte diese Schutztechnologien in Windows 11, um die Verbreitung der Cyberkriminalität zu bremsen. Alle neuen Rechner müssen unbedingt mit TPM 2.0 versehen werden, so die Spezialisten von Microsoft.

Diese Behauptung empörte Windows-Nutzer. Es gingen Gerüchte herum, dass es besondere Versionen von Windows 11 für den russischen und den chinesischen Markt gäbe. Im Internet erschienen zahlreiche Artikel zum Thema „Windows 11 ohne TPM installieren“.

Mit welchen Gefahren können Nutzer der kürzlich veröffentlichten Version konfrontiert werden?

Der Veröffentlichung eines neuen Produkts folgen in der Regel eilige Verbesserungen und Patches. Daher sind viele Spezialisten der Meinung, dass man neue Software erst einige Zeit nach der Veröffentlichung installieren sollte – nachdem die meisten Lücken und Fehler behoben worden sind.

Wir empfehlen also, sich mit dem Umstieg auf die neue Version ruhig etwas Zeit zu lassen. Die Nutzung eines neuen Produkts ist nicht nur mit Risiken verbunden, sondern es gibt auch keine Garantie dafür, dass alle von Ihnen verwendeten Anwendungen mit diesem Betriebssystem kompatibel sind. Es kann auch sein, dass nicht alle Funktionen des neuen Betriebssystems vollständig arbeitsfähig sind. Es lohnt sich also nicht immer, direkt auf die neue Version umzusteigen.

Windows 10 ist nach wie vor verfügbar und wird von Microsoft unterstützt.

Eines Tages wird Microsoft die Unterstützung von Windows 10 einstellen. Aber die Praxis zeigt, dass die meisten Nutzer zu diesem Zeitpunkt bereits zur neuen Version gewechselt haben werden. Das letzte Update von Windows 7 wurde im August 2018 veröffentlicht – 3 Jahre nach der Veröffentlichung von Windows 10. Wenn Sie das neue Betriebssystem nicht jetzt installieren möchten, können Sie noch etwa 5 Jahre ruhig mit Ihrem alten Betriebssystem arbeiten.

Welche Bedrohungen gibt es schon jetzt?

Noch vor der offiziellen Veröffentlichung des neuen Betriebssystems begannen Cyberkriminelle, gefälschte Versionen von Windows 11 zu verbreiten, in denen sich bösartige Anwendungen tarnten.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die gefälschten Installationsdateien nicht von der offiziellen Distribution: Sie sind ebenso groß, enthalten eine Lizenzvereinbarung und sind mit dem Symbol „Windows 11“ versehen. Nach der Installation erhält der leichtgläubige Nutzer eine Vielzahl unerwünschter Anwendungen oder sogar gefährlicher Viren statt des neuen Betriebssystems. Adware ist noch das kleinste Übel, mit dem der Nutzer konfrontiert werden kann. Nutzer, die eine nicht legitime Version von Windows 11 installieren, laufen Gefahr, Ransomware, Mining-Trojaner oder Backdoors zu erhalten.

Sehen Sie daher davon ab, Raubkopien von Windows 11 zu installieren. Lassen Sie sich nicht weismachen, dass es eine unveröffentlichte Version von Windows 11 ohne TPM 2.0, UEFI und Secure Boot gäbe. Laden Sie das Betriebssystem nur über die offizielle Website von Microsoft herunter. Falls der Hersteller eine Version ohne diese Komponenten entwickelt und veröffentlicht, wird die Distribution auf der offiziellen Website von Microsoft angeboten.

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„Die komplette Wahrheit über Viren & Co.“ empfiehlt

  • Keine Eile mit der Installation! Warten Sie, bis Windows 11 sich etabliert hat.
  • Laden Sie die Distribution nur über die offizielle Website herunter. Prüfen Sie die Adresse der Website sorgfältig, um zu vermeiden, dass Sie eine falsche Website mit einer ähnlichen Adresse (wie mikrosovtcom.com etc.) öffnen.
  • Nutzen Sie nur lizenzierte Software. Jeden Monat veröffentlichen wir einen Virenrückblick mit den Dr.Web Statistiken, die zeigen, dass Adware, die bei der Installation von Raubkopien auf den PC gelangt, zu den am häufigsten erkannten Bedrohungen gehört.
  • Aktualisieren Sie Dr.Web regelmäßig, damit Ihr PC immer sicher geschützt ist.
  • Installieren Sie Updates für Ihr Betriebssystem rechtzeitig.

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