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Die dunkle Seite des Internets: Was ist das Darknet und warum ist es gefährlich?

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Freitag, 17. September 2021

Stellen Sie sich einen Eisberg vor, der in einem kalten Meer treibt. Über der Wasseroberfläche ist nur ein kleiner Teil zu sehen. Der Großteil liegt jedoch unter Wasser und ist ohne Tauchausrüstung und großen Mut nicht zu sehen. Ähnlich ist es auch mit dem Internet. Sichtbare Seiten wie drweb.com liegen nur an der Spitze, während unbekannte Inhalte tief unter Wasser liegen. In der heutigen Ausgabe geht es um den schattenhaften Teil des Internets - das Darknet - und die dort lauernden Gefahren.

#drweb

Was ist das Darknet?

Das Darknet ist ein Oberbegriff für Online-Ressourcen für anonyme Kommunikation, Handel und Datenaustausch. Wie oft sind Sie schon auf eine Website mit einer ungewöhnlichen Top-Level-Domain gestoßen: .onion oder .i2p? Ein normaler Browser sagt Ihnen, dass die Website nicht zugänglich ist, wenn Sie versuchen, eine solche Seite aufzurufen. Fast jede Website, die unter dieser Domain gehosted wird, ist Teil des Darknets. Dabei handelt es sich um eine spezielle Kennzeichnung, die die Webseite nur von bestimmten Browsern aus zugänglich macht, die über verbesserte Sicherheits- und Anonymitätsmaßnahmen verfügen.

Beim Darknet geht es grundsätzlich um eine Vielzahl von Ressourcen, die ohne spezielle Software nicht aufgerufen werden können. Das Darknet verwendet seine eigenen Domainsysteme. Seine Websites werden von den Suchmaschinen wie Google oder Yandex nicht gecrawlt.

Es scheint, dass im Darknet Anonymität herrscht, aber die Realität sieht etwas anders aus. Die Nachrichtendienste finden regelmäßig neue Methoden zur Deanonymisierung der Nutzer: Browser-Exploits, Überwachungssysteme und sogar Identifikation nach Schriftart. Um im Darknet unentdeckt zu surfen, müssen besondere Regeln beachtet werden, aber auch dann kann niemand absolute Anonymität garantieren.

Die Strafverfolgungsbehörden behalten den Handel mit illegalen Waren im Darknet genau im Auge. Man weiß nie, wer im Verborgenen kauft und verkauft: ein echter Krimineller oder ein Mitglied des Geheimdienstes. Ein verdeckter Polizeibeamter kann z. B. im Darknet einen Online-Shop einrichten, um ohne große Schwierigkeiten die Adressen von Kunden herauszufinden. In diesem Fall trifft man nicht auf den Verkäufer, sondern auf die Polizei.

Was enthält das Darknet?

Der Großteil der Websites im Darknet sind Shops aller Art, Foren mit illegalen Informationen und andere Websites, die im "normalen" Internet nichts zu suchen haben. In erster Linie ist das Darknet für die größten Marktplätze bekannt. Im Darknet werden alle möglichen Dinge und Dienstleistungen verkauft und gekauft. Man kann hier aber auch ganz gewöhnliche Produkte kaufen - wie in herkömmlichen Online-Shops. Warum braucht es für das Darknet verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, und woher kommen die Schreckensmeldungen über das Darknet?

Es sind Händler illegaler Inhalte, die die Hände im Spiel haben. Unter .onion gibt es viele Hackerforen. Dort können sich die Cyberkriminellen ein wenig entspannt fühlen. Sie verwenden Bitcoin-Wallets als Zahlungsmittel, um Transaktionen sicherer zu machen, was nicht immer einfach zu verfolgen ist.

Das Darknet ist nicht nur eine Ansammlung von dubiosen Foren und Marktplätzen, wie sie in den Medien oft dargestellt werden. Es gibt dort auch einige sehr bekannte Seiten wie Facebook. Die Präsenz des sozialen Netzwerks im "dunklen Internet" zeigt also, dass hat nicht immer alle Vorurteile berechtigt sind.

Es stellt sich die logische Frage: Warum wird dann überhaupt über das Darknet diskutiert?

Warum ist das Darknet so gefährlich?

Abgesehen von der höheren Dichte an Betrügern, die nicht nur gelegentliche Besucher, sondern auch sich gegenseitig betrügen wollen, sind die Ressourcen im Darknet genauso (un)gefährlich wie öffentlich zugängliche Websites.

Ein klassisches Beispiel für den Betrug auf einem Darknet-Marktplatz: Ein Cyberkrimineller erstellt eine einfache Website und stellt Artikel zu Preisen ein, die unter dem Marktdurchschnitt liegen. Ein Nutzer gibt seine Bankkartendaten, seine Lieferadresse, seine Telefonnummer, seine E-Mail-Adresse sowie weitere sensible Daten über ein Bestellformular ein, um eine Bestellung aufzugeben. Das Ergebnis: Die Ware wird nicht verschickt und das Geld kann nicht zurückgefordert werden. Darüber hinaus bleiben die Nutzerdaten in den Händen der Betrüger.

Es ist außerdem möglich, beim Herunterladen einer Datei Ihren Computer mit Malware zu infizieren: Miner, Stealer und Clipper sind im Darknet besonders gefährlich. Da im Darknet hauptsächlich mit Kryptowährungen gezahlt wird, besteht die Gefahr, dass die Daten der Krypto-Wallets kompromittiert werden.

Gefahren im Darknet gibt es so viele wie auf normalen Websites. Virenschutz allein reicht beim Surfen nicht aus. Dr.Web Produkte können .onion-Websites nicht kontrollieren und nicht zur Liste der nicht empfohlenen Seiten hinzufügen. Der Nutzer trägt die alleinige Verantwortung, die aufzurufenden Inhalte selbst zu kontrollieren. Ansonsten funktioniert der Virenschutz genauso wie beim normalen Surfen im Internet - er verhindert, dass Malware auf Ihrem Computer ausgeführt wird. Außerdem ist es wichtig, Kinder von den Gefahren des Internets fernzuhalten. Im Darknet ist der Kinderschutz deaktiviert.

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„Die komplette Wahrheit über Viren & Co.“ empfiehlt

  • Vertrauen Sie keinen Händlern im Darknet. Denken Sie daran, dass die Wahrscheinlichkeit, betrogen zu werden, sehr hoch ist.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten auf dunklen Online-Shops ein. Es ist durchaus möglich, dass die auf der gleichen Website verkauft werden.
  • Prüfen Sie, welche Websites Ihre Kinder besuchen. Kinder haben im Darknet nichts zu suchen.
  • Nutzen Sie nur legale und nicht gesperrte Informationsquellen.

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