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Zwei Antiviren-Programme in einem Windows-Betriebssystem – Geht das?

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Donnerstag, 14. September 2023

Auf dem Markt gibt es eine große Auswahl an Antivirus-Programmen: sowohl kostenfreie Produkte als auch komplexe Rundumschutzlösungen bekannter Hersteller. Vor dem Kauf studieren viele Nutzer die Ergebnisse verschiedener Vergleichstests und entscheiden sich oft für den Testsieger – der Antivirus, der am meisten Viren erkannt hat. Doch diese Tests zeigen nicht die tatsächliche Wirksamkeit des Produkts. Jedes Antivirenprogramm übersieht eine Anzahl von im Test verwendeten Bedrohungen. Daher glauben einige Nutzer, es sei besser, mehrere Virenschutzlösungen auf dem Computer zu installieren, um mehr Bedrohungen zu erkennen und zu neutralisieren: Falls ein Antivirus eine Bedrohung übersieht, soll diese bestimmt von einem anderen Antivirus erkannt werden. In der heutigen Ausgabe möchten wir Sie daran erinnern, warum es keine gute Idee ist, mehrere Antiviren zu installieren, und welche Ausnahmen es gibt.

Angenommen, Sie haben sich entschieden, zwei Antivirenprogramme zu installieren. Dies ist nicht immer möglich, aber Sie haben es geschafft. Jeder Antivirus stellt ein komplexes Softwareprogramm dar, das mit dem Betriebssystem auf mehreren Ebenen (unter anderem auf der Ebene des Systemkerns) kommuniziert. Beide Antiviren verbrauchen Systemressourcen und erfordern die Installation bestimmter Treiber, um auf Systemfunktionen von Windows und zu scannende Dateien zugreifen zu können. Jeder versucht, laufende Programme, Dienste, Prozesse und Netzwerkverbindungen zu kontrollieren. Die Technologien, auf denen beide Produkte basieren, sind unterschiedlich und die interne Struktur jedes Produkts ist sehr kompliziert.

Es kann passieren, dass beide Programme gleichzeitig auf dieselben Windows-Funktionen zugreifen, aber das Betriebssystem ist nicht in der Lage, die Prozesse voneinander abzutrennen, um diese ordnungsgemäß parallel zu verarbeiten. Bestenfalls wird der Computer verlangsamt und die Sicherheit des gesamten Systems wird beeinträchtigt. Im schlimmsten Fall kann dies zu schwerwiegenderen Fehlern führen (wie Ausfall des Netzwerks oder Unmöglichkeit, das Betriebssystem zu booten).

Sie haben bestimmt von Fällen gehört, in denen zwei Antiviren aufgrund eines Konflikts versucht haben, einander zu löschen. Dies ist bei weitem nicht unmöglich, da die korrekte Funktion eines Antivirus von einem anderen Antivirus als bösartiges Verhalten eingestuft werden kann. Das lässt sich damit erklären, dass beide Programme versuchen, auf die Systemfunktionen und den Systemkern zuzugreifen und gleichzeitig die Systemfunktionen und den Systemkern vor Zugriff durch andere Anwendungen zu schützen. Sie sind nicht in der Lage, eine „Verabredung“ bezüglich der Reihenfolge zu treffen, in der sie mit dem System kommunizieren. Dies verursacht häufige Fehlalarme. Wie oben erwähnt, kann die Installation von zwei Antiviren in einem System fehlschlagen. Das Installationsprogramm erkennt höchstwahrscheinlich den anderen Antivirus und fordert den Nutzer auf, den installierten Antivirus zu deinstallieren. Aus diesem Grund wird bei der Installation eines Virenschutzprogramms der integrierte Windows Defender deaktiviert und seine Vollmachten auf den neuen „Verteidiger“ übertragen.

Experimente mit der Installation mehrerer Antivirenprogramme können unangenehme Folgen haben. Erstens verfügt jeder Antivirus über Selbstschutz. Zweitens hinterlassen einige Programme digitale Spuren und verstopfen dadurch das System. Dies kann die Installation eines anderen Antivirus verhindern oder sogar den normalen Betrieb von Windows beeinträchtigen. Beim gleichzeitigen Betrieb von zwei oder mehreren Antivirenprogrammen ist es schwierig vorherzusagen, wie deren Selbstschutzmechanismen auf die Erkennung eines anderen Antivirus reagieren und wie viele Spuren nach der Deinstallation eines der Antiviren erhalten bleiben. Aus diesem Grund werden fast alle Antiviren mit einem speziellen Deinstallationstool ausgestattet. Aber auch diese Tools helfen nicht immer. Es gibt Fälle, in denen nach der Deinstallation eines bekannten kostenlosen Antivirenprogramms dessen Ordner, Dateien und virtuelle Gerätetreiber auf dem Computer bestehen bleiben. Außerdem kann es passieren, dass einige Dateien des Antivirus infiziert werden und der Antivirus somit nicht mit den Standardtools deinstalliert werden kann. Das Deinstallationsprogramm meldet modifizierte Dateien und wird beendet. Das spezielle Deinstallationstool erkennt den nicht deinstallierten Antivirus und fordert den Nutzer auf, den Antivirus mithilfe der Standardtools zu deinstallieren. Der Selbstschutz verhindert das manuelle Löschen der übrig gebliebenen Dateien. Der Nutzer gerät in einen Teufelskreis, der nicht leicht zu durchbrechen ist.

Um solche Situationen zu vermeiden, raten wir davon ab, zwei Antiviren in einem System zu installieren. Gute News für Nutzer, die nach maximalem Schutz für Ihre Geräte suchen: Oben haben wir über herkömmliche Antiviren gesprochen, deren Funktionsprinzipien ähnlich sind. Nun möchten wir Sie auf zusätzliche Schutzlösungen aufmerksam machen, die Ihren üblichen Virenschutz erweitern und verbessern können. Dazu gehört Dr.Web KATANA – signaturfreier Antivirus, der mit herkömmlichen Antivirus-Programmen (einschließlich Produkte anderer Hersteller) kompatibel ist. Dr.Web KATANA dient zur Erkennung und Neutralisierung unbekannter Bedrohungen und verwendet verhaltensbasierte Erkennungsmechanismen. Falls Ihr üblicher Antivirus eine Bedrohung übersieht, wird diese von Dr.Web KATANA erkannt und neutralisiert. Die Funktion Ihres Antivirus wird dabei nicht beeinträchtigt. Ein weiteres nützliches Schutztool ist Dr.Web CureIt!. Bei Verdacht einer Infektion können Sie Ihr Dateisystem mithilfe dieses Tools scannen und bei Bedarf desinfizieren.

„Die komplette Wahrheit über Viren & Co.“ empfiehlt

Leider können zwei Antiviren unmöglich störungsfrei im selben System arbeiten. Sie beeinträchtigen sich gegenseitig. Dadurch wird nicht nur der Schutz, sondern auch die Funktion des Computers beeinträchtigt. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine Konkurrenz der Hersteller. Dieses Verhalten ist auf die technische Struktur und die Funktionsprinzipien von Antiviren zurückzuführen. Wir empfehlen daher, eine bewährte Antiviruslösung einzusetzen und als erste Stufe des Virenschutzes zu nutzen. Halten Sie die Grundregeln der digitalen Hygiene ein. Nutzen Sie Dr.Web KATANA oder Dr.Web CureIt! als zusätzlichen Schutz, um die Sicherheit Ihres Computers zu erhöhen.

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