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Global agierende IT-Unternehmen haben vor, eine „Health Wallet“ zu erstellen

Gelesen: 241 Kommentare: 6 Rating: 7

Donnerstag, 28. Januar 2021

Heute möchten wir das Thema Impfpass anschneiden, das im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie akut wurde. Dieses Thema hängt direkt mit der Verarbeitung personenbezogener Daten zusammen und löst viele Fragen im Hinblick auf mögliche Datenlecks, Diebstahl und Missbrauch aus.

Vor kurzem kündigten die weltweit agierenden IT-Giganten Microsoft, Oracle und Salesforce ihr Vorhaben an, eine App zu entwickeln, die es ermöglicht, aktuelle Benutzerinformationen über COVID-19-Impfungen und -Tests zu überwachen. Dies soll wohl eine schnelle Rückkehr zum normalen Leben gewährleisten. Die App wird im Rahmen des VCI-Programms (Vaccination Credential Initiative) entwickelt.

Die App soll direkt mit einem zertifizierten Labor verbunden werden. Falls der Nutzer kein Smartphone besitzt, können seine Daten über einen auf Papier gedruckten QR-Code abgelesen werden.

„Während die Welt beginnt, sich von der Pandemie zu erholen, wird ein elektronischer Zugang zu Impfungen, Tests und anderen medizinischen Aufzeichnungen für die Wiederaufnahme von Reisen und mehr unerlässlich sein. Dieser Prozess muss so einfach sein wie Online-Banking“, so Mike Sicilia, Executive Vice President der Global Business Units von Oracle.

Man hat vor, die neue App „Health Wallet“ (analog zu Banking-Apps) zu nennen.

Der einfache Zugriff auf solche Systeme hat jedoch einen Nachteil: viele Bedrohungen, besonders für Android-Geräte. Dies bestätigen zahlreiche Diebstahlfälle über das Online-Banking.

Eine weitere Frage, die die Autoren der Initiative noch nicht beantworten können: Was passiert mit den gesammelten Daten, wenn das Problem nicht mehr aktuell ist? Die Pandemie wird enden. Die Corona-Beschränkungen werden aufgehoben. Bleiben vertrauliche Informationen im Impfdatensatzsystem bestehen, damit Cyberkriminelle sie ausnutzen könnten? Es handelt sich um eine globale Datenbank, die sich aufgrund der großen Anzahl von Personen und Unternehmen, die Zugang zu Einträgen haben werden, für Bedrohungen anfällig sein kann. Datenlecks können auf einer beliebigen Ebene auftreten. Mit der Zeit werden immer mehr Details in die Datenbank eingetragen. Unternehmen wie Werbeagenturen, die immer auf personenbezogene Informationen aus sind, können eine solche Datenbank ausnutzen, um Nutzer zu überwachen und zu gewinnen. Wenn die Datenbank nicht mehr für medizinische Zwecke aktuell ist, kann sie für andere Zwecke gefragt sein. Günstig für Hacker – So viele nützliche Informationen werden in einer Ressource gesammelt.

Das Problem des Datenschutzes wurde im Zusammenhang mit der Einführung von Gesundheitspässen mehrmals behandelt. Gegner der Idee befürchten, dass die Daten über die Gesundheit eines Nutzers z.B. seinem Arbeitgeber in die Hände fallen könnten, etc.

„Die komplette Wahrheit über Viren & Co.“ empfiehlt

Zurzeit ist die oben beschriebene Idee nicht mehr als nur eine Initiative. Vorteile der Impfung sind noch nicht bewiesen. Es gibt derzeit keine weltweit anerkannte Vakzine. Und niemand ist dazu verpflichtet, solche Apps zu nutzen.

Daher können Sie Ihre Zustimmung zur Eintragung der Daten über Ihre Gesundheit in die VCI-Datenbank verweigern.

Falls die Rückkehr zum normalen Leben (Reisen etc.) diese Befürchtungen überwiegt, können Sie das Risiko eingehen. Wägen Sie das Pro und Kontra ab. Es besteht die Gefahr des Datenlecks. Lohnt sich das Risiko wirklich? Möglicherweise sollten Sie ein bisschen abwarten.

#Gesetzgebung #Verantwortung #Geräteortung #personenbezogene_Daten #Überwachung #Hacker

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