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Einbruch oder offene Tür?

Gelesen: 327 Kommentare: 7 Rating: 8

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Moderne Technologien sollen für Komfort und Sicherheit sorgen. Videokameras dienen z.B. zur Überwachung von Straßen, Treppenhäusern, Wohnungen und Büroräumen. Aber was passiert, wenn sich Cyberkriminelle Zugriff darauf verschaffen?

Technologien zur Gesichtserkennung, die in den letzten Jahren aktiv entwickelt werden, bieten mehr und mehr Raum für böswillige Handlungen: Menschen können komplett überwacht werden. Cyberkriminelle können Nutzer auf Schritt und Tritt verfolgen und deren Tagespläne, Gewohnheiten und Passwörter herausfinden. Sie verschaffen sich eine Art Fingerabdruck des Lebens des Nutzers und folglich den Zugang zu von ihm genutzten Services. Falls sich Cyberkriminelle Zugriff auf Kameras verschaffen, mit denen Wachleute oder Sicherheitskräfte überwacht werden, können sie den Schichtarbeitsplan sowie Passwörter und Gewohnheiten bestimmter Wachmänner herausfinden – Dies kann zu schwerwiegenden Sicherheitsproblemen führen.

All das schafft Möglichkeiten für Erpressung oder Einbruch.

Hier ist einer der jüngsten Vorfälle. Cyberkriminelle hackten 15.000 Überwachungskameras in Moskau. Folgen können schwerwiegend sein. Ein weiterer Vorfall: Hacker verschafften sich Zugriff auf mehr als 50.000 private Kameras einfacher Nutzer in Thailand, Südkorea, Singapur und Kanada und veröffentlichten die Videos im Internet. Jeder kann Opfer eines solchen Hackerangriffs werden, auch minderjährige Kinder. Das Privatleben kann sofort zerstört werden, und die Folgen des psychischen Traumas, zu dem solche Ereignisse führen können, sind schwer vorherzusehen.

Handelt es sich wirklich um Hacking? Ist dies das richtige Wort? Oft werden Kameras über unsichere Kanäle an Server angeschlossen und verfügen über eine sichtbare IP-Adresse. So können diese Kameras über spezielle Suchmaschinen erkannt werden, geschweige denn von spezialisierten Tools zum Scan von Netzwerken. Solche Suchmaschinen ermöglichen es, Hunderte oder sogar Tausende von nicht geschützten Kameras zu finden und sich Zugriff darauf ohne Autorisierung zu verschaffen. Auch wenn der Zugang zu einer Kamera passwortgeschützt ist, fehlen oft Sicherheitsupdates. Kann es sich um einen Wohnungseinbruch handeln, falls die Wohnungstür offen steht?

#Hackerangriff #Erpressung #Privatsphäre #Gesichtserkennung #Überwachung #Sicherheitslücken

„Die komplette Wahrheit über Viren & Co.“ empfiehlt

Viele Nutzer glauben, dass ihr Privatleben niemanden interessiert. Sie irren sich. Auch wenn Sie nichts tun, weswegen Sie erpresst werden könnten, möchten Sie heimlich überwacht werden? Auch wenn Sie nicht gezielt überwacht werden, können Cyberkriminelle die IP-Adresse Ihrer Kamera in die Liste nicht geschützter Kameras aufnehmen, um diese Liste z.B. zu verkaufen. Im Dark-Web gibt es viele Anzeigen über den Verkauf der Zugangsdaten zu gehackten Kameras.

  1. Wenn Sie eine Überwachungskamera erworben haben, lesen Sie die Bedienungsanleitung sorgfältig durch. Installieren Sie alle verfügbaren Sicherheitsupdates sofort nach dem Kauf. Halten Sie die Firmware immer aktuell.
  2. Bevor Sie eine Kamera kaufen, stellen Sie sicher, dass das Standardpasswort geändert werden kann. Ändern Sie das Standardpasswort (und das Login, falls möglich), um einen möglichen Hackerangriff zu verhindern.
  3. Deaktivieren Sie Schnittstellen, die Sie nicht nutzen. Lesen Sie dazu die Dokumentation. Wenn Sie das Gerät nur über den Desktop und nicht über das Internet konfigurieren, deaktivieren Sie die Möglichkeit des Zugangs von außen.

Außerdem möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass sich sowohl Gerätehersteller als auch Nutzer jederzeit an Doctor Web wenden können, um ihre Geräte auf Malware zu scannen.

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