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Selbstlöschende Nachrichten: Pro und Kontra

Gelesen: 1691 Kommentare: 6 Rating: 7

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Die Entwickler des Messenger-Dienstes WhatsApp kündigten ein neues Feature an – selbstlöschende Nachrichten. Nutzer können einstellen, ob Nachrichten nach einer Woche automatisch gelöscht werden sollen.

Ein geschriebenes Wort ist ewig – Bis vor kurzem stimmte diese Behauptung für alles, was ins Internet gelangte. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, dass eine bereits gesendete Nachricht verschwindet, nachdem man sich vertippt oder versehentlich auf „Senden“ geklickt hat? Manchmal spielt einem die Autokorrektur übel mit. Da können peinliche Nachrichten entstehen. Manchmal sendet man eine Nachricht an einen falschen Empfänger und möchte die Sendung rückgängig machen. Die Idee, einen gesendeten Text ändern oder löschen zu können, ist also nicht unvernünftig. Viele Messenger-Dienste unterstützen bereits die Bearbeitung und Löschung von Nachrichten. Dies hat Vor- und Nachteile.

Einerseits könnte das Feature nützlich sein, wenn man z.B. eine Nachricht weder sofort löschen noch lange speichern oder vor unbefugtem Lesen in der Zukunft schützen möchte. Nützlich? Bestimmt! Gibt es Nachteile?

Ja. Mit der Funktion der sogenannten „selbstlöschenden Nachrichten“ könnte der Nutzer unvorsichtig werden und wichtige Informationen preisgeben, da sie ja bald automatisch gelöscht werden. Er denkt nicht daran, dass sein Gerät oder das Gerät des Empfängers mit einem Trojaner oder einem Programm zum Abfangen von Nachrichten infiziert sein könnte. In diesem Fall kann das neue Feature ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Der Nutzer stellt sich quasi selbst eine Falle: Ohne dieses Feature würde er keine wichtigen oder vertraulichen Informationen senden. Der Nutzer verlässt sich auf die neue Funktionalität – Dadurch wird das Risiko des Datenlecks gesteigert. Das falsche Sicherheitsgefühl kann negative Auswirkungen haben.

Noch eine Situation. Angenommen, der Nutzer möchte eine Nachricht bei Gericht als Beweis vorlegen. In diesem Fall muss er einen Screenshot erstellen und diesen notariell beglaubigen lassen oder dem Notar die Nachricht auf seinem Gerät zur Beglaubigung vorlegen. Die Möglichkeit, Nachrichten einige Zeit nach dem Senden zu löschen, bietet Raum für Missbrauch.

Stellen Sie sich vor: Der Absender schreibt Bedrohungen und löscht sie, nachdem das Opfer sie gelesen hat. Ein weiteres Beispiel: Eine bösartige Spammail oder alle Spuren eines gezielten Hackerangriffs verschwinden. Das neue Feature kann also die Ermittlung einer Straftat erschweren, da wichtige Beweise einfach gelöscht werden können.

#Erpressung #Cyberverbrechen #Messenger #Betrug #Verantwortung #Screenshot #Social_Engineering

„Die komplette Wahrheit über Viren & Co.“ empfiehlt

Wir fordern nicht auf, auf alle technischen Neuheiten zu verzichten und Botschaften in Stein zu meißeln. Aber wir weisen darauf hin, dass es wichtig ist, eventuelle Nebeneffekte moderner Technologien nicht außer Acht zu lassen.

  1. Falls es einen Antivirus für Ihr Gerät, auf dem Sie Messenger-Dienste nutzen, gibt, nutzen sie ihn. Für Android OS 4.4 – 10.0 / Android TV 5.0+ empfehlen wir Dr.Web Security Space für Android..
  2. Sehen Sie davon ab, auf dem Gerät mit Root-Rechten zu arbeiten (insbesondere wenn kein Antivirus verwendet werden kann), da dies das Risiko eines Datenlecks erhöht.
  3. Sehen Sie davon ab, wichtige Informationen über Messenger-Dienste zu senden. Nutzen Sie sicherere Datenübertragungsmittel.
  4. Machen Sie wichtige Verabredungen schriftlich (per E-Mail oder auf Papier, nicht über Messenger-Dienste) aus und versehen Sie Dokumente mit einer händischen Unterschrift oder einer elektronischen Signatur.

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